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13 | 082011
Auf Schatzsuche mit dem IPhone – Geocaching
Geschrieben von Susi um 13:08 Uhr
Ich bin mal wieder süchtig. Bei meinen Kurzurlaub an der Ostsee wurde ich von begeisterten Geocachern davon überzeugt, das Geocaching einfach Spaß machen muss!
Für alle die jetzt nicht wissen um was es geht. Geocaching ist ein recht junger Sport und kann als eine Art digitale Schnitzeljagd verstanden werden. Bewaffnet mit einen GPS Empfänger (oder eben auch dem GPS fähigen Handy) macht man sich auf die Suche nach versteckten Schätzen oder eher wasserfesten Kisten. Dabei hat man entweder direkt eine GPS Koordinate oder man muss zuerst Rästsel lösen um überhaupt einen Anhaltspunkt zu haben. Am Ziel angekommen muss man den teilweise winzigen und meist immer gut versteckten Cache erst einmal finden. Manche Caches (Multicaches) ziehen sich ewig in die Länge und man findet immer wieder neue Hinweise die einem Schritt für Schritt zum Ziel führen. Wenn der Behälter gefunden ist, liegt darin ein Logbuch in das man Name und Uhrzeit des Fundes einträgt. Zusätzlich loggt man noch im Internet das man den Cache gefunden hat.
Gleich am Montag nach dem Urlaub habe ich mir die Geocaching App für 7,99€ gekauft und mich auf der Webseite Geocaching.com angemeldet. Als erstes wollte ich nun natürlich wissen wo in meiner Heimatstadt den alles etwas versteckt ist und deshalb lies ich mir die Caches in meiner Umgebung anzeigen. Ich war völlig überrascht. Görlitz ist praktisch komplett von Geocachern vermint worden.
Besonders beeindruckend ist die Erkenntnis das man davon noch nie etwas mitbekommen hat. Praktisch führt meine Stadt also ein Doppelleben. Nun gut! Damit konnte die Jagd beginnen. Dabei wird man vor schier unendlich viele Probleme gestellt:
- Welche Sprache sprechen diese Geocacher eigentlich? Muggels, Spoiller ?
- Wo ist dieser verdammte Cache, der angeblich so leicht zu finden sein soll?
- Ich habe ihn gefunden aber es darf niemand sehen wie ich ihn an einer Bundesstraße entnehme. Wie soll das gehen? Der Schutz des Caches hat oberste Priorität, nur wenn dieser vor Unwissenden geschützt wird kann er langfristig überleben.
Letztendlich führt das alles dazu das man sich nachts bewaffnet mit Taschenlampe, Kompass, Handy, einem Geocacher Wörterbuch und wie ein Einbrecher gekleidet durch die Stadt schleicht. Aber es macht immer Spaß sich durch Dreck und Gesträuch zu wühlen. Leider ist meine Erfolgsquote noch nicht übermässig hoch. Ich habe erst 2 Caches geloggt, aber arbeite an etlichen Baustellen. Teilweise habe ich ihn gefunden aber konnte den Cache dank zu hohen Menschenaufkommens nicht bergen und teilweise finde ich ihn einfach nicht
Aber ich habe ja noch viel Zeit und muss ja nicht alle Caches meiner Stadt in einer Woche finden. Ich kann euch nur empfehlen es auch mal zu probieren. Man entdeckt völlig neue Ecken in der eigentlich sehr gut bekannten Stadt. Für den Anfang muss man auch nicht die kostenpflichtige App kaufen. Es gibt kostenlose Apps mit denen man sich zu GPS Koordinaten führen lasen kann und alles was man wissen muss findet man im Internet.



























